Portrait Hardy Böckli
  Hardy Böckli, 1942 in Zürich geboren und aufgewachsen, seit Jahren wohnhaft in Innertkirchen im Berner Oberland, kam schon in seiner Jugendzeit mit der Fotografie und der Wüste in Kontakt. Die Leidenschaft für die Fotografie und die Faszination der Wüste begleiten ihn bis heute.

In Lehrkursen beim Fotogafen Ernst Scheidegger holte sich Hardy Böckli das erste technische Rüstzeug. Schweizer Fotografen wie Werner Bischof, Jakob Tuggener und Gotthard Schuh waren von Beginn weg seine Vorbilder und er bewundert diese grossen Fotografen noch heute. Eine Aufnahme im DU vom Mai 1957 der Aiguilles des Sisses (Tibesti, Nord-Tschad) vom Emil Schulthess war der Auslöser für alle seine späteren Reisen. Die Begeisterung, der Mut und das grosse schreiberische und auch fotografische Können von Frauen wie Annemarie Schwarzenbach, Ella Maillard und vor allem von Isabellle Eberhard bewundert er sehr und waren für alle seine Einzelgänge prägend.

Als Autodidakt verfeinerte er sukzessive sein Können und zeichnet seit Jahren seine Fotografien als einer der wenigen Leica-Fotografen.

Anfangs der sechziger Jahren bereiste er erstmals, damals noch mit einer Rolleiflex, die syrische Wüste. Bald schupperte er die heissen Winde im Süd-Yemen wie auch in der äthiopischen Danakilwüste. Später konzentrierte er sich, nun mit seiner Leica R6 unterwegs, auf die Sahara: Zuerst in der marokkanischen und der damaligen spanischen Sahara, in Süd-Algerien, Libyen und Niger. Seit der Befriedung des Tschads im Jahre 1994 reist Hardy Böckli mit Vorliebe durch den unberührten Nord-Tschad wo ihn das Tibesti- und das Ennedi-Gebirge fesseln.

Schon seit vielen Jahren befasste sich Hardy Böckli mit den unendlichen Sande der ägyptisch/sudanesischen Western Desert und dem Uweinat-Gebirge. Ende 2006 folgte er einer Einladung von Carlo Bergmann, mit dessen Kamelen durch dieses Sandmeer zum Gilf Kebir zu ziehen. Eine eigene Mission führte ihn dann während den ersten Monaten des Jahres 2007 zum Uweinat wo ihm nicht nur die äusserst heikle Besteigung dieses Wüstengebirges gelang, sondern auch bedeutende Entdeckungen von Felsmalereien in ungeahnten Höhen. Alle Aufnahmen des Kalenders 2009 "Zum Uweinat" sind während diesen zwei Reisen entstanden.
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